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IWL-Roller

... Motorroller aus der DDR ...

letzte Änderung 07.10.2018

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Roller übers Land

 

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Zeittafel der Rollerproduktion

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VEB Industriewerke Ludwigsfelde

iwl

Hier, etwas südlich von Berlin wurden die ersten Motorroller der DDR in Serienfertigung hergestellt.
Fahrzeugbau in der DDR war fast ausschließlich Sache der IFA. Aber eben nur fast...
Die IWL gehörte damals nicht zum Industrieverband Fahrzeugbau (IFA), was in Sachen Wirtschaftsplanung und Materialbeschaffung die Produktion nicht gerade vereinfachte.
1953 entschieden die staatlichen Organe den Bau eines Motorrollers in Ludwigsfelde und im selben Jahr wurde der “Pitty” entwickelt.
1954 wurde unter schwierigen Bedingungen die Produktion vorbereitet und Anfang 1955 begann die Serienfertigung.
Es folgten bereits 1956 der SR 56 “Wiesel”... 1959 der SR 59 “Berlin” ... und 1963 der TR 150 “Troll1”
Weihnachten 1964 lief der letzte Motorroller vom Band und das Werk wurde auf die Produktion von LKW (W50) vorbereitet und umgestellt.
 Der Troll wurde zuletzt gar auf Halde produziert. Er verkaufte sich schlecht. Die Zeit der großen Motorroller war vorbei, und das nicht nur in der DDR

“Pitty”

SR 56 “Wiesel”

SR 59 “Berlin”

TR 150 “Troll1”

Pitty33

wielsel33

Berlin33

Troll33


... Die Entwicklung vom ... Pitty bis zum Troll ...
 

... Die häufigsten Ersatzteile auf einem Blick ...
 

Die Fahrleistungen und der Fahrkomfort sind angesichts des Alters nicht schlecht, aber sehr unterschiedlich.
Pitty und Wiesel sind Motor-mäßig etwas schwach. Der Berliner ist da mit seinem 4-Gang-Getriebe und etwas mehr Leistung schon besser.
Auf schlechter Straße sind sie aber etwas unkomfortabel.
Der Troll 1 hat die besten Fahrleistungen. Die 4 Gänge sind länger übersetzt und mit den meisten Steigungen hat er keine Probleme.
Er hat vorn und hinten gedämpfte Federbeine.
Auf schönen Landstraßen bei schönem Wetter sind sie alle vier gut unterwegs und machen Spaß.
Damals
in den 50ger und 60ger Jahren gebaut, waren sie bereits in den 70ger und 80ger Jahren schon fast vom Straßenbild der DDR verschwunden. Zweiräder der Marken Simson und MZ bestimmten das Straßenbild und die Jawa-Motorräder waren nicht unbeliebt.
Ab und an sah man einen Importroller wie Manet, Tatran oder Cezeta, oder auch den Berliner Roller oder Troll auf den Straßen der DDR.
Der Wiesel oder gar Pitty waren derzeit schon Exoten.
Heute erfreuen sich die Roller wieder großer Beliebtheit. Es ist erstaunlich, wie viele Roller jetzt wieder aus den Schuppen und Scheunen hervor gekrochen kommen und das Licht der Welt zum zweiten Mal erblicken. Wahrscheinlich waren sie damals als sie nicht mehr gebraucht wurden zu schade für den Schrott und sie blieben weiter stehen wo der Platz es zu ließ. Viele Roller werden von Grund auf neu aufgebaut und neu lackiert. Es gibt aber auch viele, welche zumindest optisch, im Originalzustand verbleiben.
Die Ersatzteilversorgung ist nicht schlecht. Normteile wie Bereifung, Dichtungen, Lager, Wellendichtringe und Teile der Elektrik sind kein Problem. Es werden Neuteile produziert aber auch immer gebrauchte Teile angeboten. Die Felgen aus Stahl oder einer Aluminium-Legierung scheinen für die Ewigkeit gebaut. Einige Teile, besonders für Pitty und Wiesel sind aber doch rar

 

SR 5
Ein Mehrzweckgerät auf IWL-Rollerbasis wurde 1964 in der Zeitschrift “Der Deutsche Straßenverkehr” vorgestellt. Es trägt den Namen SR5 und ist überwiegend aus IWL-Roller-Elementen gefertigt. Die Frontpartie ist vom Berliner, der Motor vom Troll, Tank und Rahmen vom Pitty angepasst. 2014 entdeckten wir solch ein Gefährt in Kohren-Sahlis. Es soll früher auf dem Messegelände in Leipzig eingesetzt gewesen sein. Wie viele Geräte davon gebaut wurden, ist nicht bekannt. Ein weiteres Gerät tauchte 2016 in den Kleinanzeigen auf. der Standort war Berlin.

iwl-s