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Von diesem seltsamen Gefährten gab es die Typen CZ 501, CZ 502, N-Zeta, Druzeta und CZ 505.
Die Motoren stammen aus dem CZ-Jawa-Regal. Eine selbsttragende Karosserie fand Verwendung bei der Konstruktion.
Unterhalb der hohen Front befindet sich der Fahrtwindtunnel. Der Frontscheinwerfer ist fest mit der Karosse verbunden.
Oberhalb des Vorderrades befindet sich der Kraftstofftank und auf diesen ein Träger für Gepäck.
Die verschließbare Sitzbank kann nach vorn aufgeklappt werden. Unter dieser befindet sich ein relativ großes Staufach, in welchem die
Batterie und das Werkzeug Platz finden. Am Heck ist die Aufnahme des Ersatzrades vorgesehen.
Das scheint aber den Fotoaufnahmen aus der Produktioszeit, nicht unbedingt Standard gewesen zu sein.
Die Räder sind mit 12 x 3,25‘‘ Reifen bereift und die Felgen aus Stahl sind geschraubt.
Gebremst wird mit Trommelbremsen, vorn wie hinten.
Die Kupplung ist ebenfalls wie bei der Jawa zur zum Anfahren und zum Anhalten zu verwenden.
Zum Umschalten der Gänge braucht nicht gekuppelt werden, dieses geschieht automatisch.
Gestartet wird mit aufsteckbaren Kickstarter oder mit Dynastart.
Die DDR importierte wahrscheinlich nur Modelle welche mit Dynastart ausgestattet waren.
Ein Start mit Kickstarter ist bei diesen Modellen trotzdem möglich. Der Dynastart wird mit 12 V betrieben. Für den Roller gab es eine Windschutzscheibe. Der Anhängerbetrieb des PAV 40 oder 41 ist mit der Cezeta möglich.

CZ 501
war die erste Ausführung. Diese hatte dem Motor von der Jawa, 175, Doppelport. Der Motor war Fahrtwindgekühlt.
Die Einheit von Kickstarter und Schalthebel, wie bei der 175er Jawa üblich, ließ sich am Motorroller nicht umsetzten.
Dieses Modell wurde auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1957 vorgestellt und bis 1960 produziert, ab 1959 auch mit Gebläsekühlung.
Insgesamt wurden 58433 Motorroller Cezeta 501 produziert. 
 

CZ 502.
Dieses Modell brachte 1961 einige Veränderungen mit sich. Der Roller wurde mit Blinkleuchten ausgeliefert und der Motor hatte eine Gebläsekühlung erhalten. Weiterhin gab es keinen Doppelport-Auspuff mehr. Im Zuge der Modellpflege bekam der Roller einen verkleideten Lenker und ein neues Schaltersystem für Scheinwerfer, Hupe und Blinker. Insgesamt wurden 56551 Motorroller Cezeta 502 produziert.
 

Dieser Roller (502) wurde in Teilen auch nach Neuseeland exportiert wo er als N-Zeta vertrieben wurde. Hier kam ein 200 cm³ Motor zum Einsatz. Der Import in Teilen wurde vorgenommen, um die hohen Einfuhrzölle für Fahrzeuge zu umgehen.
In westliche Länder wurden die Roller unter dem Markennamen Jawa mit der Modellbeteichnung La Boheme vertrieben.
Cezeta Motorroller wurden in über 40 Länder exportiert

CZ 505
Ist das Lastendreirad auf Cezeta-Basis. Die Lademulde lässt sich kippen und die Zuladung ist mit ordentlichen 300 kg angegeben.
Es existieren Fotos im Netz, wo dieses Dreirad mit Fahrerkabine abgebildet ist. Das Eigengewicht wird mit 254 kg angegeben.
Die Höchstgeschwindigkeit 60 km/h
Insgesamt wurden 5895 Lastendreiräder Cezeta 505 produziert.

 

Druzeta
Ist das Gespann, Cezeta Motorroller mit Seitenwagen der Firma Drupol. Die Frontpartie des BW ist ähnlich wie die des Motorrollers geformt. Ein Export in die DDR ist nicht bekannt und wird sicher nicht stattgefunden haben. Die Angaben zu je gebauten Stückzahlen sind nicht genau bekannt. Einige Wiki-Seiten gehen von etwa 900 aus, andere Insider sprechen von etwa 185 Gespannen. Bislang konnten 65 Exemplare ausfindig gemacht werden. Diese befinden sich größtenteils in Tschechien und in der Slowakei aber auch in Großbritannien, Niederlanden, Ungarn, Polen, Russland und Deutschland. In Deutschland sind derzeit 5 Exemplare bekannt. Verwendung fanden die Beiwagen an den Rollern Cezeta 501 und 502. Änderungen zur Solomaschine gab es an den Antriebsritzel (von 15 auf 14) und am hinteren Reifen
(von 12 x 3,25 auf 12 x 3,5)
Die Befestigung erfolgt mittels Rohrträger unten, vorn und hinten und oben unterm Sitzbankkasten. Das Rad des Beiwagens ist mit einer Bremse versehen, welche an der Hinterradbremse gekoppelt ist. Der BW hat zur Federung ein Federbein mit Stoßdämfer, Federweg 90 mm
Die Spurbreite des Gespannes beträgt 1005 mm, die Gesamtbreite 1450 mm. Der BW hat ein Gewicht von etwa 45 kg. Die Zuladung beträgt maximal 85 kg. Das Zulässige Gesamtgewicht des Gespannes beträgt 400 kg. Von dem Beiwagen gibt es 2 verschiedene Grundtypen. Einmal ist die Vordere Abdeckung geteilt und das obere Teil abnehmbar, bei dem anderen besteht sie aus einem Teil und ist fest verbunden. Die Fertigung und Montage des BW erfolgte am ausgelieferten Motorroller bei der Firma Drupol in Prag, später in Stiřín (ein Ort in der Nähe von Prag) Aus den Bezeichnungen Drupol und Cezeta ist der Name Druzeta abgeleitet. Die Produktionszeit war von 1962 bis 1967.

 

 

 

 

 

 

Cezeta

Letzte Änderung: 18.02.2019

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